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bgleft erde-icon Film "Des Mannes Feld" von Wilhelm Bartsch und Andreas Splett bgroigth
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Film über das Mansfeld

Ein Film von Wilhelm Bartsch (Buch und Regie), Andreas Splett (Regie und Kamera) und Bernd Born (Musik)

Das Mansfeld ist nach der Überlieferung in den „Deutschen Sagen“ der Gebrüder Grimm durch eine List in die Hände eines Gefolgsmannes von Kaiser Heinrich gelangt. Achthundert Jahre lang lieferte es vor allem reichlich Kupfer, aber auch Silber und Gold und – Ideen: Mechthild von Magdeburg, Gertrud die Große, Thomas Müntzer und Martin Luther waren Mansfelder. Und Friedrich von Hardenberg: Novalis ist nicht nur der (Er)Finder der blauen Blume der Romantik, sondern er war gelernter und praktizierender Bergmann aus dem Mansfeld. Vielleicht hat er an die Grimm`sche Mansfeld-Sage gedacht, wenn es in seinem Roman „Heinrich von fterdingen heißt: „Die Natur ist Feindin ewiger Besitzungen. Sie zerstört nach festen Gesetzen alle Zeichen des Eigenthums“.


Das stolze Mansfeld hat die deutsche Wende von 1989 gar nicht gebraucht. Es war als uraltes Bergbauland genau zu dieser Zeit auch ohnedem mit sich fertig. Es war ausgekupfert, es hatte auch sein unübertreffliches Pensum an Mystikerinnen und Reformatoren bereits geliefert. Diesem ehrfurchtgebietenden geist- und bergbauenden Genius loci wollte ich schon immer einmal nachspüren, nicht nur mit dem Wort, diesmal vor allem mit dem Bild.

Aber der Eislebener Dichter Werner Makowski sagte mir einmal, dass alle, grundsätzlich alle künstlerischen Versuche fehlgeschlagen wären, ja fehlschlagen mussten, Nappian und Neuke und ihren Kumpeln ein Denkmal zu setzen oder ihnen gar vor Ort zu folgen. Franz Fühmanns nachgelassene Worthalde „Im Berg“ war der grandioseste – und letzte – gescheiterte Versuch dieser Art.

Ausschnitt aus den Luftaufnahmen

Vielleicht ist das alles so, weil diese Kulturlandschaft, dieses Klein-Ägypten, dieses Totenbuch sehr zäher Geister ja von selber zu erzählen vermag, wenn auch manchmal in sehr exotischen Hieroglyphen.

So zogen wir drei Jahre dort herum und haben versucht, mit der Kamera und mit den Stimmen teils sehr seltsamer, aber auch quasi „mansfeldischer“ Instrumente den Geist des Mansfeldes einzufangen, im großen Buch dieser Landschaft zu lesen. Mögen auch wir also letztlich scheitern. Doch allein der Versuch war es allemal wert!

Wilhelm Bartsch

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