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Bilder aus Pjöngjang fotografiert von Andreas Splett

 



Nachrichten aus Nordkorea

Chemiewaffen-Experimente an Kindern

Neuesten Medienberichten aus Nordkorea zufolge sollen Menschen - vor allem geistig und körperlich behinderte Kinder für Chemiewaffen-Experimente vom nordkoreanischen Regime missbraucht werden. Das berichtet ein Überläufer aus Pjöngjang gegenüber dem arabischen Sender "El Dschasira". Der Mann sei in Nordkorea Offizier in einer Spezialeinheit und somit Träger militärischer Geheimnisse gewesen. Nun berichtete er detailliert auch über die Giftgastests an Kindern.

Kommentar von Andreas Splett zu den Chemiewaffen-Experimenten an Kindern


Wie sich eine Gesellschaft gegenüber den Schwächsten in ihrer Gemeinschaft verhält, daran wird auch ein Land wie Nordkorea gemessen. Bereits mehrfach gab es Berichte von nordkoreanischen Flüchtlingen, die von Menschenversuchen in chemischen "Fabriken" im stalinistischen Teil Koreas sprachen. Diese Berichte wurden bisher immer angezweifelt. Nun ist es anders: Ein Mann aus einem nordkoreanischen Spezialkommando packt aus und bestätigt die menschenverachtenden Praktiken des nordkoreanischen Regimes. Damit entpuppt sich Nordkorea als faschistisch stalinistischer Verbrecherstaat. Das ist gleichzusetzen mit den verbrecherischen Experimenten an Häftlingen in den ehemaligen Nazi-Konzentrationslagern. Da helfen auch keine Violinenklänge, sondern es bedarf der demokratischen Kraft der Weltgemeinschaft, um dem Einhalt zu gebieten. Dass Nordkorea die Menschenrechte schon immer mit Füßen tritt, ist bekannt. Bedrohungsszenarien wie das nordkoreanische Atomwaffenprogramm sollen die Welt in Schrecken halten. Dafür nehmen Pjöngjangs Machthaber auch Millionen Opfer von Hungersnöten in Kauf. Der staatlich angeordnete Mord und Missbrauch an Kindern ist wohl der Gipfel der Unmenschlichkeit im faschistisch stalinistischen Nordkorea!


 

Die Bilder entstanden zwischen dem 23. und 28. Februar 2008 anläßlich der Konzertreise der New Yorker Philharmoniker in der Hauptstadt von Nordkorea. Der Fotograf Andreas Splett war Kameramann des TV-Teams von EuroArts Music International, das  die weltweite TV-Übertragung des Konzertes ermöglichte. Das Team wurde permanent von nordkoreanischen Bewachern begleitet und es wurde versucht, direkten Einfluss auf die Bildinhalte zu nehmen. Zu keinem Zeitpunkt konnte man sich frei bewegen. Die Zugangsstraßen zum Hotel waren durch nordkoreanische Sicherheitskräfte abgeriegelt. Die Transportfahrten des Teams vom Hotel zum Produktionsort und zurück fanden mit erhöhter Geschwindigkeit statt, um unliebsame Bildaufnahmen zu verhindern. Trotzdem gelangen Andreas Splett unter diesen erschwerten Bedingungen einige Einblicke.

 

Zwischen den Hochhaussiedlungen in Pjöngjang.  Hier wohnen auch Menschen.

  

Kind in Pjöngjang - außerhalb der offiziellen Protokollstrecke und der Monumente.

  

Kindergesicht.                                                   Bauruine des 330 Meter hohen Ryugyong Hotels.

  

Gesundheitszentrum. Einzigste Möglichkeit für die Bewohner aus Pjöngjang, um warmes Wasser zum waschen zu benutzen. Rechtes Bild: Soldaten marschieren in der Stadt.

 

Menschen warten an einer Haltestelle auf eine Beförderungsmöglichkeit. Die elektrischen Obusse fallen oft wegen technischen Defekten und Stromsperren aus.

  

Volle Regale in Geschäften, die für Ausländer eingerichtet wurden. Zahlungsmittel: Euro. Unser TV-Team wurde auch in ein Geschäft geführt, in dem man Produkte aus Elfenbein kaufen kann. Auf unsere Nachfrage berichtete unser nordkoreanischer Begleiter stolz, dass es extra dafür nordkoreanische Mittelsmänner in Afrika gäbe, die das Geschäft mit Elfenbein für seinen Staat abwickeln. Auf unseren Hinweis, dass Nordkorea damit gegen den Artenschutz verstößt, bekamen wir nur ein Achselzucken zur Antwort. Rechts die Realität für die Einwohner von Pjöngjang: Leere Schaufenster.

 

Blockbauweise in Pjöngjang. Teilweise fehlt das Glas in den Fenstern.

  

Bewacher. Ohne deren Begleitung kommt kaum ein Besucher in die Stadt. Propagandaplakate.

  

Gesichter von Kollegen, die Bände sprechen. Aufpasser vor dem Hoteleingang.

 

Militärsiedlung außerhalb von Pjöngjang. Probates Verkehrsmittel: Ochsenkarren.

  

Der Energiemangel wirkt sich besonders auf dem Land aus. Der Mangel an Treibstoff zwingt zum Einsatz von Ochsenkarren. Ochsen werden auch vor Pflüge gespannt. Damit können Felder nicht optimal bearbeitet werden. Da somit nicht tief genug gepflügt werden kann, wuchert Unkraut und die Ernteergebnisse sind sehr schlecht.

  

Arbeiten am desolaten Oberleitungssystem. Rechtes Bild: Zwei Frauen auf einer Straße in Pjöngjang.

Pak In-Ho - Pirat der das amerikanische Aufklärungsschiff "Pueblo" 1968 in seine Gewalt brachte. Sein Kommentar zur Frage nordkoreanischer Atomwaffen: "...es ist gut und richtig, dass Nordkorea in Besitz von Atomwaffen ist".

  

 

Das amerikanische Aufklärungsschiff "Pueblo" wurde 1968 von Nordkorea gekapert. Nur auf direkte Anfrage und Bezahlung gegen frei konvertierbare Währung konnten wir das Schiff auch von innen sehen.

 

Überall in der Stadt findet man riesige Propagandamonumente. Im Gegensatz zu vielen Wohnhäusern ist deren Bauzustand in Ordnung.

  

Männer auf der Straße und parkende Nahverkehrsmittel in Pjöngjang.

  

 Kritische Gespräche zwischen Splett und nordkoreanischen Regierungsmitarbeitern. Rechtes Bild: Arbeiter stellen zusätzliche bunte Lampen für den Besuch der New Yorker Philharmoniker auf. Ab 22 Uhr wird in der ganzen Stadt das Licht abgestellt. Keine Straßenbeleuchtung, kein Licht in den Häusern ist zu sehen. Pjöngjang, die dunkelste Stadt der Welt. Nach dem Eintreffen der New Yorker Philharmoniker war die Stadt hell erleuchtet...

  

Menschen mitten in der Stadt wärmen sich am offenen Feuer. Transportmittel aus den 60er Jahren.

 

Kind auf der Straße, gut und warm angezogen mit farbigen Sachen. Das Foto entstand vor dem Geschäft, in dem man nur mit Euro oder Dollar bezahlen darf. Nordkoreanische Devisenbeschaffung à la Ex-DDR. Das Bild der kleinen Nordkoreanerin darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kinder in diesem Land hungern und frieren müssen. Es sei daran erinnert, dass bei der Verteilung von Nahrungsmitteln, die durch internationale Hilfsorganisationen ins Land gebracht wurden, Kinder von nordkoreanischen Soldaten misshandelt wurden, um den Armeeangehörigen den Vorrang zu gewährleisten. Immer noch gibt es einen permanenten Nahrungsmittelmangel. So kann man in Nordkorea Säuglingsnahrung nur gegen Devisen kaufen. Die normale koreanische Bevölkerung hat keine Möglichkeit, an Euro oder Dollar heranzukommen. Während unseres Aufenthaltes in diesem Land bekamen wir keine aktuellen Informationen über die Kindersterblichkeit. Laut einer Studie der Universität Trier lag die  Kindersterblichkeit in Nordkorea 1999 bei 93 Todesfällen pro Tausend Kindern unter fünf Jahren.Wir lernten einen Vater kennen, dessen Kind sich in  so einer schwierigen Ernährungssituation befindet. Wir haben ihm geholfen. Leider haben wir von ihm bis heute nichts mehr gehört. Sollte dieser Familie etwas zugestoßen sein, nur weil sie Hilfe von uns angenommen hat, werden wir die Sache nicht auf sich beruhen lassen!

  

Baustelle auf der nicht gebaut wird mit verrostetem Baukran. Bewaffneter Armeeangehöriger.

  

Männer mit Fahrrädern. Frauen dürfen nicht Fahrrad fahren. Als Grund wird die Unfähigkeit der Frauen genannt dieses Verkehrsmittel zu benutzen. Die Frauen hätten in der Vergangenheit zu viele Verkehrsunfälle verursacht.  Es gibt Vermutungen die nahe liegen, dass man das Fahrradfahren generell einschränken möchte, um damit die Mobilität der Bevölkerung noch mehr einzugrenzen. Es gab in Pjöngjang schon mal ein generelles Fahrverbot für Fahrräder, das war auch in dieser Diktatur auf Dauer nicht durchzusetzen. Rechtes Bild: Militärisches Sicherheitsobjekt: Flughafen

 

Gern gesehenes Bild: Hochzeitszeremonie am Mahnmal von Kim Il-Sung. Die nordkoreanische Bezeichnung "großer Führer" erinnert den deutschen Besucher an die Zeit des Nationalsozialismus. Darüber hinaus ruft der Personenkult  Namen wie Stalin, Mao Tse-Tung, Ulbricht und Honecker in das Gedächtnis.

  

Verneigung vor dem Monument des "großen Führers" Kim Il-Sung.

 

Bewohnte Hütten in Pjöngjang.   

  

Bewachung der ausländischen Journalistengruppe. Die antiamerikanischen Propagandaplakate wurden teilweise vor dem Eintreffen der New Yorker Philharmoniker abmontiert.

 

Nordkoreanische Frau auf der Straße in der Nähe des Gesundheitszentrums.

  

Das Fotografieren von Brücken und unansehnlichen Häuserfassaden ist eigentlich streng untersagt.

  

Flugfeld Pjöngjang IL 62                                       Kontrolle durch Militärangehörige

  

 Passagierkabine                                                 IL 62 in Peking

 

Nicht nur die Farbe der IL 62 blättert ab, sondern Fensterdichtungen sind notdürftig geflickt.

Einreise von Peking nach Nordkorea in einem "Museumsflieger" IL62 russischer Herkunft, in dem immer nur so viele Sitze eingebaut werden, wie Passagiere an Bord sind, um Kerosin zu sparen. Die Flugesellschaft heißt Air Koryo und ist faktisch Teil des Militärs. Daher sind die Piloten auch alle Offiziere der Luftsreitkräfte. Air Koryo steht auf der schwarzen Liste der unsichersten Fluggesellschaften der Welt. Für die Länder der EU besteht Einflugverbot. Von offizieller Seite Nordkoreas wird das als Propaganda gegen Nordkorea abgetan. So gab es auf  unseren Flügen zwischen Peking und Pjöngjang nur wenige Sitze, unter denen Rettungswesten vorhanden waren. Die meisten Behältnisse für die Westen waren leer. Die Notbeleuchtung, die im Ernstfall den Weg zu den Notausgängen zeigen soll, war nicht vorhanden. Die Mechanik der Sitze ist in einem schlimmen Zustand. So können beispielsweise viele Rückenlehnen nicht hochgestellt werden und auch die Grundbefestigung dieser Sitze am Flugzeugkörper war mangelhaft. Mit Beginn bis zum Ende des Fluges war ein permanentes Klappern und Scheppern im ganzen Flugzeug zu hören. Viele Passagiere waren froh, als sie das Flugzeug unbeschadet wieder verlassen durften.

 

Konzertbeginn: Erstmals erklingt die amerikanische Nationalhymne.

Wie wir soeben erfuhren, hat das nordkoreanische Regime kurz vor unserem Besuch in diesem Land 15 Menschen nahe der chinesischen Grenze öffentlich hingerichtet, weil sie außer Landes flüchten oder Landsleuten die Flucht nach China ermöglichen wollten. Meldung der Mitteldeutschen Zeitung.

Beitrag von MDR-Info  Interview mit Andreas Splett hier klicken

Fotos: © 2008  Andreas Splett

Empfehlenswerte Lektüre: Amnesty International Deutschland

Falls Sie die Fotos weiterverwenden wollen, dann schreiben Sie bitte vorher eine Mail, um eine Genehmigung zu bekommen, die wir dann gern erteilen!


Anmerkungen von Andreas Splett zum Aufenthalt in Pjöngjang


Es war mir während meines Aufenthaltes nicht möglich mich frei in Pjöngjang zu bewegen. Damit bestätigten sich Berichte von Reisenden, die Nordkorea schon einmal besuchten. Durch die totale Überwachung sowie die perfekte Organisation seitens der Bewacher, die teilweise Mitarbeiter des nordkoreanischen Außenministeriums waren, erhielten wir keinerlei objektiven Eindruck vom Leben der Menschen in diesem abgeschotteten Land. Von den Sicherheitsleuten wurde uns gesagt: " Sie können sich hier frei bewegen." Aber jeder Versuch sich frei zu bewegen wurde strikt unterbunden. Damit hat man uns bereits zu Beginn unseres Aufenthaltes belogen. Nur zwei Kollegen unseres Teams schafften es unbemerkt den Bewachern zu entkommen und sich unbemerkt in Pjöngjang längere Zeit umzusehen. Ein Kollege rannte als Jogger einfach los. Hinterher berichtete er, dass er das schwere atmen des Verfolgers noch einige Zeit hinter sich hörte, bis es dann still wurde und er dann endlich allein war. Der andere Kollege meldete sich nach seiner "Flucht" aus dem Areal des Hotels an der Kontrollstelle und fragte lachend: "Na, da habt ihr wohl doch nicht richtig aufgepasst?" Wütend wurde er der Kontrollstelle Richtung Hotel verwiesen.

Nach einem von unserer Gruppe selbst inszenierten "Ausflug" von der Konzerthalle in Richtung Innenstadt, waren wir einige Zeit unbeobachtet, bis die Bewacher wieder bei uns waren. In dieser Zeit konnte ich doch noch einige Fotos aufnehmen.


Nachdem unsere Aufpasser uns wieder eingeholt hatten,  und ich dann das nebenstehende Foto aufnahm, wurde ich von einem der Sicherheitsleute als "schwarzer Propagandist" beschimpft und dieses Bild wurde zum Anlass genommen, den Ausflug augenblicklich zu beenden.

Die eigentlichen Elendsviertel Pjöngjangs befinden sich zwischen den Hochhäusern. Diese waren für mich nur von einem Turm (Juche-Turm) sichtbar und mit Hilfe eines Teleobjektives fotografierbar. Dort hinzugehen und auch zu fotografieren war mir nicht möglich, da mir das und auch allen anderen unserer Gruppe  verboten wurde.

Kurz vor meiner Abreise aus Pjöngjang wurde ich von den Sicherheitsleuten zu einem Termin zitiert, zu dem ich die Speicherkarte meiner Kamera mitbringen sollte. Sofort machte ich Sicherheitskopien auf dem Laptop eines Mitarbeiters von EuroArts. Als Grund für die Einsichtnahme in meine Aufnahmen sagte man mir, dass ma doch private Erinnerungsfotos von meiner Speicherkarte haben wollte. Drei nordkoreanische Sicherheitsleute bedrängten mich, dass ich ihnen die Karte aushändige, was ich aber sehr lautstark ablehnte. Ich suchte zwei belanglose Fotos aus, die dann ausgedruckt wurden. Anschließend bekam ich dann eine Rechnung über diese Bilder überreicht, die ich dann bezahlen musste.

Das sind nur unerhebliche Bestandteile der nordkoreanischen Diktatur, die der Besucher aus dem Ausland dort zu spüren bekommt. Die eigentlichen menschenverachtenden Aktionen Nordkoreas sieht man dann bei öffentlichen Hinrichtungen - beispielsweise von Menschen, die aus dem Land flüchten wollen. Filmmaterial von solchen Hinrichtungen liegt mir vor.

Als jemand, der in der ostdeutschen Diktatur aufwachsen musste, hat diese Reise üble Erinnerungen aus dieser Zeit wachgerufen. Ich werde dieses Land mit seinen jetzigen politischen Verhältnissen nicht wieder besuchen und kann nur jedem von einer "Urlaubsreise" nach Nordkorea abraten. Fakt ist, dass die Versorgung der Armee in Nordkorea höchste Priorität hat. Somit werden auch die Einnahmen aus dem fast nicht vorhandenen Touristikgeschäft dementsprechend verwendet. Schlussfolgernd muss man davon ausgehen, dass auch die Kugeln für die Erschießung von Regimegegnern und Flüchtlingen von solchen Geldern finanziert werden.


Konzertproduktion New Yorker Philharmoniker in Pjöngjang

 

 

Blick auf Pjöngjang, Februar 2008. Im Hintergrund ist die 750 Millionen Dollar teure Bauruine des 330 Meter hohen Ryugyong Hotels zu sehen.                  Foto: Andreas Splett

Pjöngjang, Hauptstadt Nordkoreas im Januar 2008                          Foto: Paul Smaczny

Die deutsche Produktionsfirma EuroArts Music hatte die TV- und DVD-Aufzeichnung des historischen Konzertes übernommen. Die weltweite Konzertübertragung ist eine Produktion von EuroArts Music und der New York Philharmonic in Koproduktion mit MBC (Munhwa Broadcasting Company, Südkorea), ARTE France sowie eine Kooperation mit der EBU (European Broadcasting Union). Der hallesche Kameramann Andreas Splett vom ATV-Studio Halle gehörte zum europäischen TV-Produktionsteam, das für diese spektakuläre  Live-Übertragung aus Pjöngjang verantwortlich war.

Die Reise der New Yorker Philharmonic war der erste Besuch einer amerikanischen Kulturorganisation überhaupt in dem völlig abgekapselten Land sein. Das Konzert galt als diplomatischer und künstlerischer Coup, der an frühere Reisen der Philharmoniker erinnert, die geschichtliche Meilensteine markierten: 1959 in die UdSSR, 1960 nach Berlin. Dem Konzert in Pjöngjang gingen intensive Verhandlungen und Vorbereitungen voraus.

Auf den Pulten lagen unter anderem Dvoraks „amerikanische Symphonie Nr.9“ und - ein Novum für Nordkorea - George Gershwins "An American in Paris", das 1928 durch die New Yorker Philharmonic uraufgeführt wurde. Zum Beginn wurden die Nationalhymne Nordkoreas und – erstmals in der Geschichte Nordkoreas – die Nationalhymne der USA gespielt. Der Präsident der New Yorker Philharmonic, Zarin Mehta, beschriebt den Auftritt als kulturellen Durchbruch in den angespannten Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang. Die New York Philharmonic reisten auf Einladung des nordkoreanischen Kulturministeriums in das kommunistische Land. Der US-Kongress begrüßte den Tournee-Auftritt: Das Konzert stelle "eine noch nie dagewesene Offenheit seitens des nordkoreanischen Regimes" dar, so der demokratische Vorsitzende des Außenausschusses im Repräsentantenhaus Tom Lantos.

East Pyongyang Grand Theatre, Pjöngjang

26. Februar 2008, Konzertbeginn: 18 Uhr Ortszeit (10 Uhr MEZ)

Repertoire

Richard Wagner: Vorspiel zum 3. Akt aus “Lohengrin”

Antonin Dvorak: Sinfonie Nr.9 “Aus der Neuen Welt”

George Gershwin: “An American in Paris”

sowie Zugaben u.a. von Antonin Dvorak und Leonard Bernstein

TV-Ausstrahlung Deutschland/Frankreich (live zeitversetzt) 

ARTE, 26. Februar 2008, ab 19 Uhr

Konzertaufzeichnung plus 30minütiges ARTE INFO SPEZIAL aus Pjöngjang 

Fernsehregie: Michael Beyer


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